Zum Hauptverein FTSV Straubing Matthias Konopka bei Leichtathletik-Senioren-WM in Puerto Rico
Bronze mit der 4x400m-Staffel, Vierter mit der 4x100m-Staffel
6. über 200m; 7. im 100m-Lauf, über 400m mit Bestzeit bis ins Halbfinale
Ergebnisse: 7/2 | 7/3 | 7/4 | 7/5 | 7/6 | 7/8 | 7/9 | 7/11 | 7/12 | 7/13
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(hw) Vom 04. bis 13. Juli fanden in San Juan (Puerto Rico) die Seniorenweltmeisterschaften statt. Vom FTSV Straubing vertrat M45-Senior Matthias Konopka die bundesdeutschen Farben. Er hatte sich akribisch auf den bisherigen Tophöhepunkt seiner Laufbahn vorbereitet und hatte auch das Glück, verletzungsfrei in die Titelkämpfe einzusteigen und auch durchzustehen, was angesichts der hohen Belastung vieler Vor-, -Zwischen- und Endläufe keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist.
13.07.: Der Finaltag, die Staffeln stehen an: Aus Matthias Sicht der erfolgreichste Tag: Mit der 4x100m-DLV-Nationalstaffel verpasst man zunächst nur um 2/10 Sek. als Viertplatzierter in der Besetzung Ronald Major, Matthias Konopka, Reinhard Michelchen und Georg Sewald den Bronzerang in 47,49 Sek. hinter den Puerto-Ricanern. Gold ging an das Team aus Großbrittannien in 44,73 Sek, Silber an die USA mit 44,98 Sek.
Der Paukenschlag folgt aber dann doch drei Stunden später ein wenig überraschend mit der 4x400m-Langsprintstaffel: Wiederum siegten die Briten in 3:37,00 Min vor den US-Boys in 3:41,20 Min; aber nur knapp dahinter bereits das German Team in der Besetzung Ronald Major, Bernhard Grissmer, Matthias Konopka und Reinhard Michelchen in sehr guten 3:42,48 Min.
Vater Manfred holt gleich zwei Mal Staffelsilber in der AK M 70: mit 57,11 über 4x100m hinter den Japanern und 5:05,45 Min über 4x400m hinter den US-Amerikanern wird das deutsche Team Vizeweltmeister.
12.07.: Ruhetag für Matthias, dafür erneut stark Vater Manfred: Höhengleich mit dem Bronzemedaillengewinner belegt er im Stabhochsprung mit 2,40m den undankbaren 4. Platz.
11.07.: Im 400m-Halbfinale verbessert Matthias nun seine dritte Sprintbestzeit: 55,36 Sek. stehen auf der Anzeigetafel. Trotzdem reicht es diesmal nicht mehr für den Endlauf. Ohnehin besser, jetzt mal die Kräfte zu schonen, denn es stehen noch die Nationalstaffeln am 13.07. auf dem Plan !
Vater Manfred indes hat nun den Vorlauf hinter sich, auch er ist in neuer Jahresbestzeit von 70,22 Sek. eine Runde weiter.
09.07.: Matthias ist nun auch trotz der Blessur über 400m eine Runde weiter. Mit der Jahresbestzeit von 56,36 Sek. hat er sich für das am 11.07. stattfindende Halbfinale qualifiziert.
08.07.: 200m-Finale: Matthias kann zwar die 24,02 Sek. aus dem Halbfinale nicht mehr toppen, aber mit Rang 6 läßt er viele vor ihm gesetzte Sprinter hinter sich und kommt nach 24,52 Sek. auf der ungünstigen Bahn 1 ins Ziel. Dazu stört plötzlich aufgekommener Sturm und Regens den Laufrhythmus entscheidend. Auf dem nicht erreichbaren Bronzerang landet der US-Amerikaner Thomas Jones mit 23,53 Sek., den Titel holt sich in famosen 22,69 Sek. der Brite Stephen Peters.
Wiederum eine Medaille für Vater Manfred auf der gleichen Distanz. Hinter dem hoch überlegen Ralph Romain (Trinidad), der nach 26,96 Sek. die Ziellinie überquert und dem deutschen Exweltmeister Wolfgang Reuter (28,36 Sek.) läuft er mit 28,51 Sek. auf dem Bronzerang ein.
Glück im Unglück direkt nach dem Lauf: Auf der Suche nach Schutz vor Wind und Wetter stellt sich Matthias unter ein Kampfrichterzelt: es wird von einer Windhose hochgehoben, ein Pfosten trifft Matthias über dem linken Auge im Gesicht - 1 Zentimeter langes Cut muß im Krankenhaus mit Hautkleber fixiert werden.
06.07.: Erneut überraschen kann Matthias die Konkurrenz auch im 200m-Lauf. Zunächst qualifiziert er sich im Vorlauf mit lockeren 25,61 für die nächste Runde. Im Halbfinale dann der große Coup: Dort erzielt er mit nicht für möglich gehaltenen 24,02 Sek. neue persönliche Bestzeit und zieht mit dieser Energieleistung völlig unerwartet ins Finale ein, das am Dienstag, den 08.07. stattfindet. Auch sein Vater steht im Endlauf: In der AK M 70 läuft er im Semifinale als Drittplatzierter mit 28,85 Sek. Jahresbestzeit.
05.07.: Vater und Sohn schreiben Familiengeschichte:
Matthias feiert im Endlauf als Siebter mit 12,13 Sek. seinen bisher größten sportlichen Erfolg; nur 4/100 Sek hinter dem weit höher eingeschätzten besten Deutschen Reinhard Michelchen, der 5. wird. Für eine Medaille wären 11,72 Sek. vonnöten gewesen. Der Sieg geht in imposanten 11,25 Sek. an den US-Amerikaner Val-Winslow Barnwell.
Eine äußerst knappe Angelegenheit bei seinem Vater Manfred: Hinter dem amtierenden deutschen Weltmeister Wolfgang Reuter (13,65 Sek.) und dem US-Amerikaner Harry Brown (13,68 Sek.) holt er in einem Fotofinish in 13,72 Sek. die Bronzemedaille vor dem zeitgleichen Japaner Saburo Ishigami.
04.07.: Im 100m-Vorlauf siegt Matthias im schnellsten Lauf seines Lebens unter regulären Bedingungen in glänzenden 11,81 Sek. und qualifiziert sich für das Halbfinale. Mit diesem Resultat verbessert er seine eigene Bestzeit von handgestoppten 11,8 Sek. aus dem Jahre 1974. Eine harte Nuss das Halbfinale: bei leichtem Rückenwind kommt er mit 11,89 Sek. als 4., gerade 3/100 Sek. vor dem 5., der ausscheidet, ins Ziel. Damit ist der größte Erfolg seiner Laufbahn perfekt: Er steht im Finale, das am 05. Juli stattfindet.
Souverän Matthias' Vater Manfred in der AK M 70: Bei seinem 100m-Vorlaufsieg in schnellen 13,86 Sek. zeigte er, dass er durchaus ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden kann.
Helmut Weigl